7. Mai 2007
Der Gewuerztraminer
Der Gewürztraminer
Am meisten anzutreffen ist der Gewürztraminer im Elsass und in Südtirol, wo er sogar mit steigender Tendenz angebaut wird. Auch an der Westküste der USA wird er gerne angebaut, bevorzugt in den kühleren Gegenden, wie Oregon, Washington und Mendocino. Vereinzelt wird er auch in Neuseeland angebaut, von hier kommen hervorragende Qualitäten. In Deutschland und Österreich hingegen ist der Anbau rückläufig.
Gewürztraminer Weine sind immer goldgelb und sehr aromatisch, mit viel Körper und wenig Säure. Solche Weine liegen zur Zeit nicht gerade im Trend. Sie besitzen meist sehr viel Alkohol und sind äusserst haltbar. Es gibt sie in allen Geschmacksrichtungen von trocken bis edelsüss. Typisch für die edelsüsse Geschmacksrichtung sind Honigtöne und Rosenduft. Weine mit exotischen Fruchtnoten findet man vorwiegend im Elsass, sowie in Beeren- und Trockenbeerenauslesen aus Deutschland und Österreich.
Weil die Gewürztraminer Reben schon früh austreiben, werden sie oft von Spatfrösten im Frühjahr geschädigt. Insgesamt gesehen gestaltet sich der Anbau eher schwierig. Die Ernterträge der kleinen Trauben sind eher gering und zudem auch noch unstet. So ist es kein Wunder, dass der Gewürztraminer von den meisten Winzern nicht gerade geliebt wird und durch gängigere Sorten ersetzt wird, obwohl der Gewürztraminer durchaus Qualitäten aufzuweisen hat, die kein anderer Weisswein besitzt. Gewürztraminer reift sehr noch spät. Früh gelesene Trauben ergeben Weine von minderer Qualität. Zudem sind die Ansprüche an die Lage sehr hoch.
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