11. Mai 2007
Die Grenache
Die Grenache treibt schon früh aus. Daher können ihr Spätfröste sehr zusetzen. Zudem weist sie eine hohe Anfälligkeit gegenüber Pilzkrankheiten aus. Diese Rebsorte ist sehr ertragreich, auch gegenüber trockenen Böden ist sie unempfindlich. Dort geerntete Weine zeichnen sich jedoch nicht durch eine hohe Qualität aus. Lange Zeit galt die Grenache als eine Traube, aus der überwiegend einfache Massenweine produziert werden. Dies hat sich jedoch in den letzten Jahren etwas geändert. Heute werden aus ihr eine ganze Reihe von Spitzenweinen produziert, die bei vielen Weinkennern ihre Anerkennung finden.
Die Grenache gehört im südlichen Rhonetal zu den Traditionsreben. Auch im Languedoc und Roussillon ist sie weitverbreitet. Unter dem Namen Garnacha ist sie in Spanien die Rotweinsorte, die am meisten angebaut wird. Bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts war die Grenache in Australien die dominierende Rotweinsorte zur Herstellung von süssem Likörwein. Seit sie dort auch in kühleren Gegenden angebaut wird, werden aus ihr auch ausgezeichnete Rotweine erzeugt. Auch in Kalifornien ist sie anzutreffen und wird für die Erzeugung verschiedener Cuvée Weine herangezogen.
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